Hund zieht an der Leine

Das kannst du tun, damit dein Vierbeiner entspannt spazieren geht.

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Dein Hund zieht an der Leine? Das ist ein Problem, das viele Hundebesitzer kennen. Es kann gefährlich sein, denn dein Hund könnte dich und sich in eine Gefahrensituation bringen. Wir möchten gerne unsere bewährten, praxiserprobten Tipps mit dir teilen, um dir dabei zu helfen, deinem Hund das Leine ziehen abzugewöhnen.


Leineziehen abgewöhnen

Hunde, die an der Leine ziehen, sind ein Ärgernis für ihre Besitzer und andere Hundehalter. Sie können andere Menschen und Hunde gefährden, und sie machen den Spaziergang für alle Beteiligten anstrengend und stressig.

Es ist wichtig, dass du deinem Hund das Ziehen an der Leine abgewöhnst. So schützt du andere Menschen und Hunde vor Verletzungen, und du machst den Spaziergang für alle Beteiligten angenehmer.

Hunde ziehen an der Leine aus verschiedenen Gründen. Die häufigsten Gründe sind Neugierde und Erregung, Angst und Unsicherheit, Territorialverhalten, Jagdverhalten und Bewegungsdrang.

Gründe für das Leineziehen

  • Neugierde und Erregung: Hunde sind neugierig und wollen ihre Umwelt erkunden. Wenn sie etwas Interessantes sehen oder riechen, wollen sie unbedingt dorthin.
  • Angst und Unsicherheit: Hunde, die Angst oder Unsicherheit empfinden, können an der Leine ziehen, um sich zu schützen. Sie wollen sich von der Situation entfernen, die sie ängstigt oder verunsichert.
  • Territorialverhalten: Hunde sind territorial und wollen ihr Revier verteidigen. Wenn sie andere Hunde oder Menschen in ihrem Revier sehen, wollen sie diese vertreiben.
  • Jagdverhalten: Hunde sind Jäger und haben den Instinkt, ihrer Beute nachzujagen. Wenn sie ein Tier sehen, das sie jagen können, ziehen sie an der Leine, um es zu verfolgen.
  • Bewegungsdrang: Hunde haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Wenn sie nicht genug Bewegung bekommen, können sie an der Leine ziehen, um sich auszupowern.
🐶 Unser Tipp!


Wenn du dich gestresst oder gehetzt fühlst, spiegelt sich das oft in der Stimmung deines geliebten Hundes wider. Denk daran, du bist der Kapitän des Teams, und du bestimmst die Richtung und das Tempo, in die es geht – nicht dein treuer Vierbeiner.

Hier sind unsere goldenen Regeln für deinen Erfolg:

  1. Versuche, ruhig und gelassen zu bleiben. Wir wissen, das ist leichter gesagt als getan, aber du schaffst das!
  2. Sei für deinen Hund interessanter als alles, was ihn ablenkt. Wenn diese Regel nicht ausreicht, versuche eine schnelle Kehrtwende. Geh in die entgegengesetzte Richtung, halte deinen Hund nah bei dir und mach dich spannend – sei es mit Leckerbissen, einem Spielzeug oder anderen Belohnungen. Nach einigen Schritten kannst du dich wieder in die gewünschte Richtung wenden.

Dieses Geduldsspiel wiederholst du, bis dein Hund nicht mehr an der Leine zieht. Ja, es mag anfangs für beide Seiten frustrierend sein, aber die Zeit und Energie, die du investierst, wird sich definitiv auszahlen. Denk daran, dass du und dein Hund ein unschlagbares Team seid, und gemeinsam werdet ihr jede Herausforderung meistern.

 

Wie kann ich meinem Hund das Ziehen an der Leine abgewöhnen

  • Verwende eine kurze, stabile Leine, die du fest in der Hand halten kannst.
  • Bleib ruhig und gelassen, auch wenn dein Hund an der Leine zieht.
  • Lasse deinem Hund nicht die Führung übernehmen.

Belohnungstraining

  • Belohne deinen Hund, wenn er neben dir läuft, ohne zu ziehen.
  • Du kannst zum Beispiel Leckerlis, Lob oder Spielzeug verwenden.

Abbruchtraining

  • Drehe dich um, wenn dein Hund an der Leine zieht.
  • Bleibe stehen, bis dein Hund zu dir zurückkommt.
  • Belohne deinen Hund, wenn er neben dir läuft, ohne zu ziehen.

Geduldstraining

  • Übe das Spazierengehen an einer ruhigen Stelle, an der dein Hund nicht abgelenkt ist.
  • Beginne mit kurzen Spaziergängen und verlängere die Zeit nach und nach.

Hier sind ein paar konkrete Übungen, die du mit deinem Hund machen kannst:

  • „Stopp“-Übung: Wenn dein Hund an der Leine zieht, sag „Stopp“ und bleibe stehen. Wenn dein Hund zu dir zurückkommt, lobe ihn und gib ihm ein Leckerli.
  • „Bei Fuß“-Übung: Wenn dein Hund neben dir läuft, ohne zu ziehen, lobe ihn und gib ihm ein Leckerli.
  • „Rückruf“-Übung: Wenn dein Hund an der Leine zieht, rufe ihn zurück. Wenn er zu dir kommt, lobe ihn und gib ihm ein Leckerli.

Um deinem Hund das Ziehen an der Leine abzugewöhnen, musst du geduldig und konsequent sein. Es ist wichtig, dass du die Gründe für das Ziehen an der Leine verstehst, damit du gezielte Maßnahmen ergreifen kannst.

Fange noch heute mit dem Training an und hilf deinem Hund, ein höflicher und entspannter Spaziergänger zu werden.

Mein Hund zieht an der Leine. Was kann ich tun?

Werde jetzt aktiv! Dein Hund und du könnt gemeinsam ein angenehmes Spaziererlebnis haben.

  • Fang jetzt mit den Übungen an, um deinem Hund das Ziehen an der Leine abzugewöhnen.
  • Halte an deiner Geduld und Konsequenz fest.
  • Mit Hingabe und Übung wirst du und dein Hund ein unschlagbares Team werden und entspannte Spaziergänge genießen können.

Wer schreibt hier?

Avatar-FotoHallo, ich bin Silke, Hundetrainerin mit eigener Hundeschule und Autor dieses Beitrages. Ich helfe dir mit deinem Hund und gebe dir praktische Tipps zur Hundeerziehung oder Problemen mit deinem Vierbeiner aus meinem 20-jährigen Berufsleben.